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Rückblick: Vor 30 Jahren – Bundesliga oder Aufstiegsverzicht

10.11.2011

Wir wagen einen Rückblick 30 Jahre in die Vergangenheit. Damals war es die große Zeit der Herzhorner Handballer: Im Team standen Größen wie der heutige Bürgermeister Herzhorns und Olympiateilnehmer 1972 Klaus Lange und der amtierende Vereinsvorsitzende Bernd Heiden. Auch im Team der heutige Trainer der 1.Herrenmannschaft des MTV Herzhorn Manfred Kuhnke.

Vor 1000 Fans den Meister besiegt
Die Hallenhandballer des MTV Herzhorn hatten ihr Freundschaftsspiel gegen den Deutschen Meister Grün-Weiß Dankersen mit 16:14(10:6) gewonnen, aber trotz des sportlichen Erfolges konnte man Klaus Lange, Herzhorns Spielertrainer und Vereinsvorsitzenden, eine kleine Enttäuschung anmerken. „Ich hatte mit mehr als 1000 Zuschauern gerechnet", bekannte der 38jährige Studiendirektor nach der Begegnung in der Alsterdorfer Halle.

Herzhorn, Tabellenführer der Regionalliga Nord und damit aussichtsreicher Kandidat für den Bundesliga-Aufstieg, hatte das Spiel gegen Dankersen nur vereinbart, um das Hamburger Handball-Interesse zu testen. Die Herzhorner würden bei einem möglichen Aufstieg ihre Bundesliga-Heimspiele in der Hansestadt austragen.

„Kopf hoch, Klaus. Ihr werdet es packen", sprach Dankersens Trainer Fritz Spannuth gleichzeitig Mut und Lob aus. Spannuth: „Diese Mannschaft wird bestimmt den Aufstieg schaffen. Und dann würden sicherlich doppelt so viele Zuschauer kommen." Sportlich zeigte Herzhorn eine ansprechende Leistung. Eine solide Deckung, ein sich in den Schlußminuten in erwartet starker Manier präsentieren der Torwart Reimer Hinrichs und im Angriff mit Heiden (5 Tore), Lange und Meyn (je 4) sichere Werfer. Der amtierende Meister, der auf die WM-Teilnehmer Niemeyer und Waltke verzichten mußte und ohne Rechtsaußen Grund antrat, weil er verschlafen hatte (Vorsitzender Bliesener: „Das wird ein Nachspiel haben"), führte bis zur 12. Minute (3:4). Kurz nach der Pause (40. Minute 11:10) wurde es für Herzhorn noch einmal brenzlig, weil Walter von Oepen (5 Tore) besser traf als vorher.

Klaus Lange: „Wir wollen in den nächsten Wochen ein weiteres Testspiel in Hamburg bestreiten. Hoffentlich ist die Zuschauer-Resonanz dann größer, sonst hat der Aufstieg keinen Zweck." Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins wurde das Aufstiegs-Thema nicht zur Abstimmung gestellt. „Das kommt erst dann, wenn wir wirklich Regionalliga-Meister geworden sind", meinte Lange. Viel fehlt dazu allerdings nicht mehr. Herzhorn (22:4 Punkte) führt vor dem TV Grambke (22:8) und Flensburger TSB (19:9).

Ergebnisse der Regionalliga: Weiche-Handewitt — Altenholz 21:19. Altjührden — Arminia Hannover 13:14, Verden — Hüdesheim 21:22, Bad Schwartau — Flensburger TSB 23:22, Barmstedter MTV — TV Grambke 14:18.




Wer hat ein Herz für Herzhorn
Von WOLFGANG OEKING, PETRA SASSE und HEINER KÖPCKE (Fotos) Hamburg, 20. April HANDBALLVERRUCKT SIND SIE ALLE, DIE FANS DES NEUEN NORDMEISTERS MTV HERZHORN.
Aber Jetzt ist im Dorf unter den 1069 Einwohnern das Bundesliga-Fieber ausgebrochen. Sportlich ist Ihr MTV längst im „Oberhaus" — oder die endgültige Aufstiegsentscheidung soll erst am 9. Mai fallen.

Dann tagt der MTV-Vorstand, und dann wird der „Alte" für Riesenjubel — oder grenzenlose Enttäuschung sorgen. Herzhorns „Aller" ist Ex-Nationalspieler Klaus Lange (38), als Spieler-Trainer und Vorsitzender Boss der Mtv-Truppe. Die beiden größten Sorgen des Studiendirektors:
• Können wir die Bundesliga finanziell absichern?
• Schaffen unsere Spieler trotz Beruf ein viermaliges Training and weite Reisen? 

Herzhorns Kalkulation nennt Bürgermeister und Vorsitzender Hans Peters (63): „Rund 150000 Mark würde alles kosten. 100 000 Mark können wir einnehmen — fehlen 50 000 Mark. Wenn's klappen soll, brauchen wir einen Sponsor." Aber der ist noch nicht gefunden. Wer hat ein Herz für Herzhorn? Bei den Amateuren von Herzhorn (62 km nördlich von Hamburg) hat man immer scharf gerechnet. 77000 MARK LAUTETE DIE LETZTE BILANZSUMME des 400-Mitglieder-Klubs mit allein 15 Jugendmannschaften.

„In Glückstadt dürfen wir nicht mehr spielen, denn da können wir nicht mal 1000 Fans unterbringen, also müßten wir zur Alsterdorfer Halle nach Hamburg", grübelt Hans Peters und rechnet schon wieder: „Aber machen da unsere Fans mit? Und was sagen unsere Frauen, wenn wir mittags nicht mehr pünktlich beim Essen sind ? Für die Fans fordert Platzwort Heinz Bargmann: „Wenn die finanzielle Seite geregelt ist, dann müssen die Jungs auch in der Bundesliga spielen. Auch wenn uns Handball teurer kommt alt der Stammtisch!" Aber da widerspricht Gertrud Hinrichs, Mutter der Spieler , Klaus und Reimer: „Ich halte den AUFSTIEG FÜR UNMÖGLICH. Unsere Spieler arbeiten alle, kommen spät nach Hause. Dann das Training und die Reisen. Die würden bald nervös und kribbelig. Ich glaube, unsere Jungs haben Ihre Grenze erreicht."




Sieg über „Millionäre"
Und Hausfrau Gisela Schmidt: „Mein Mann fährt zu jedem Spiel - aber deshalb bin ich nicht gegen den Aufstieg. Meine Devise: Lieber Erster in der Regionalliga als Letzter in der Bundesliga." Doch diese Argumente wischen die männlichen Herzhorn-Fans vom Tisch. Zu frisch sind die Erinnerungen an den Pokaltriumph über die „Millionäre" von TuS Nettelstedt (22:19), das 16:14 über Meister Grün-Weiß Dankersen und das unglückliche 12:18 gegen Europacup-Finalist VfL Gummersbach.

ALLE HOFFEN AUF DEN "ALTEN", hoffen, daß Klaus Lange nach dem sportlichen Triumph mit viermaligem Aufstieg auch die finanzielle Hürde nimmt. Dann dröhnt vielleicht das „MTV - MTV" durch die Bundesliga-Hallen




Geld muß jeder mitbringen
Klaus Lange, der 54 Länderspiele für Deutschland bestritt, ist auf dem besten Wege in die Hallenhandball- Bundesliga zurück, obwohl er eigentlich seinen endgültigen Abschied von der höchsten deutschen Spielklasse schon genommen hat. Der MTV Herzhorn bewegt sich in den Spuren von TuS Nettelstedt, stieg in den vergangenen Jahren dreimal auf und steht als Neuling in der norddeutschen Regionalliga der Männer auf dem ersten Rang. Hält die Truppe von Klaus Lange diese Position bis zum Saisonende, ist der nächste Aufstieg, diesmal dann in die Bundesliga, perfekt.

Bisher konnte niemand den MTV Herzhorn, der unaufhaltsam von der Bezirksklasse über die Oberliga in die Regionalliga kletterte, stoppen. „Noch ist die Bundesliga in weiter Ferne. Wir haben noch die Hälfte der Spiele vor uns. Da kann noch einiges passieren, das uns zurückwirft". sagt der 37 Jahre alte Studiendirektor am Hamburger Gymnasium Rispenweg. Der Exnationalspieler, der 1.Vorsitzende des MTV Herzhorn (500 Mitglieder, von denen 350 Handball spielen) ist, als Spieler und Trainer der Hallenhandball- Mannschaft fungiert und im Sport- und Finanzausschuss des Gemeinderates sitzt, schiebt die schwierige Frage nach dem Bundesligaaufstieg vorerst weit von sich.

Er weiß, daß die finanziellen Probleme eine schwere Hürde sind. „Die jungen Spieler sind ausnahmslos für den Aufstieg und brennen vor Ehrgeiz. Ich sehe jedoch nicht die finanziellen Möglichkeiten, um das zu bewältigen", bleibt der Spielertrainer bei den Fakten, die mit schönen Worten allein nicht vom Tisch zu räumen sind.

Als der Name des MTV Herzhorn zum Saisonbeginn in der Regionalliga Nord auftauchte, suchten die Konkurrenten den Ort erst einmal in den Atlanten und fanden ihn in der Nähe von Glückstadt. Die 1000-Einwohner-Gemeinde Herzhorn machte dann jedoch schnell Schlagzeilen und auch das Hallenhandball- Establishment erhielt geographischen Nachhilfeunterricht in dem Augenblick, als der VfL Gummersbach, viermaliger Europacupgewinner und siebenmaliger Deutscher Meister, in Glückstadt gegen die Herzhorner um den Einzug in das deutsche Pokalfinale spielte. Mit 11:17 war gegen den VfL Gummersbach für den "Pokal-Schreck" aus Herzhorn Endstation. "Das war das vorweggenommene Endspiel", erinnert sich Klaus Lange, der früher Bundesligatore für den Hamburger SV und VfL Bad Schwartau warf.

Wird Klaus Lange eine dritte Bundesliga-Karriere beim MTV Herzhorn anhängen? "Wenn es nach mir ginge, hätte ich schon längst aufgehört", grübelt er. Aber die Mannschaft, die mit einem Durchschnittsalter von 29.85 Jahren in die Saison ging, kann nicht auf seine Regie und Routine verzichten. "Unsere Leistung basiert auf Kameradschaft." Große Namen sucht man vergeblich im Kader des MTV Herzhorn. Außer Lange selbst trugen nur noch Torhüter Reimer Hinrichs und Bernd Heiden je einmal das Trikot der A-Nationalmannschaft, Manfred Kuhnke stand in vier B-Länderspielen.

Weil Herzhorn selbst über keine Halle verfügt, weichen die Handballspieler des MTV zu ihren Heimspielen nach Glückstadt aus. 500 Zuschauer passen in die Glückstädter Halle. Mit ,,Nachschieben" wurde diese Anzahl schon einmal fast verdoppelt, aber da fühlten sich die Zuschauer wie Ölsardinen in der Dose. „Das Hallenproblem kommt bei einem Bundesliga-Aufstieg auch noch auf uns zu", nennt Lange neben dem finanziellen Sektor einen weiteren Komplex, der ihn nur skeptisch in Richtung Bundesliga blicken läßt. Ein Ausweg ist aber schon aufgezeichnet: Der MTV Herzhorn würde als Bundesligist nach Hamburg ausweichen und in der Alsterdorfer Sporthalle (4056 Sitzplätze) spielen, der gleichen Sportstätte, wo einst Klaus Lange mit dem HSV in der Bundesliga antrat.

Einen Vorteil hätte das Ausweichen nach Hamburg. Die Alsterdorfer Sporthalle würde ihnen dann kostenlos zur Verfügung stehen, in Gluckstadt müssen sie im Jahr runde 12 000 Mark an Hallenmiete aufbringen. Geld ist Mangelware beim MTV Herzhorn. Die Spieler müssen sogar noch Geld mitbringen. Wer in der Regionalligamannschaft zum Einsatz kommt, zahlt drei Mark in die Mannschaftskasse, aus der dann die Siegesfeiern finanziert werden. Da der MTV Herzhorn fast Wochenende für Wochenende siegt, ist auch diese Kasse fast ständig leer. Joachim Mielinski

Weitere Berichte zur Rückblick-Reihe sind hier zu finden.



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