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1. Herren, MTV Herzhorn holt ersten Punkt

19.09.2011

Rund 150 Zuschauer erlebten in der Sporthalle Glückstadt ein rasantes Handballspiel: Viele Tore, Tempo gespickt mit tollen Aktionen im Angriff und zwei Deckungsreihen, die sich nichts zu verschenken hatten und aggressiv zur Sache gingen. Der MTV Herzhorn hatte in der Oberliga Hamburg/Schleswig den HSV Handball II zu Gast und es gelang nach zwei Auftaktniederlagen ein gerechtes 33:33 (13:16), wobei jedes Team in der letzten Spielminute noch den Sieg in den Händen hatte.



Herzhorns Hendrik Meyn setzt sich gegen die Hamburger Robin Morgener (links) und Martin Stumps durch. Foto: oj

So freute sich auch Trainer Michael von Thun nach der Partie: "Wir waren dran und sind viel besser geworden." Mit von der Partie waren für die Herzhorner noch einmal Malte Hinrichs und Björn Dieckmann, die jedoch beide zum Studium ihren Verein verlassen. Besonders Björn Dieckmann setzte mit tollen Toren von der Außenposition noch einmal Akzente und traf in entscheidenden Phasen. Ein ganz starkes Spiel lieferte Hendrik Meyn. Er war nicht nur jederzeit brandgefährlich und ein sicherer Schütze, sondern wusste auch mit viel Überblick und guten Anspielen zu gefallen.

Die Gäste nahmen von Beginn an Stephan Hinrichs in kurze Deckung und darauf mussten sich die Herzhorner erst einmal einstellen. Doch dies gelang ihnen relativ gut, wenngleich die ersten Treffer des Spieles für den HSV fielen. Erst in der 5. Minute verkürzte Theo Boltzen mit einem Unterhandwurf auf 1:2 und danach lief es rund. Hendrik Meyn glich mit einem Strafwurf zum 2:2 aus. In den nächsten Minuten kam es zu einem schnellen Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. In der 12. Minute gingen die von Thun-Schützlinge durch Malte Hinrichs mit 5:3 in Führung, doch nach einer Auszeit der Gäste glichen diese nicht nur aus, sondern übernahmen mit 6:5 (15.) das Zepter.

Und es blieb eng: Die Hausherren durften sich zudem nicht nur auf ihre starke Abwehr verlassen, sondern auch Jens Stüdemann zwischen den Pfosten glänzte mit Superparaden. Dennoch hatten die Hamburger zur Pause das bessere Ergebnis für sich und gingen mit einem 16:13 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel ging es unverändert rasant weiter und es blieb spannend. In der 38. Minute glich Björn Dieckmann mit einem Tempogegenstoß zum 20:20 aus und in der 41. Minute brachte Marvin Trampenau sein Team mit 22:21 erneut nach vorne, doch der Ausgleich fiel umgehend. So wogte die Partie hin und her und man bekam früh den Eindruck, dass ein Unentschieden wohl ein gerechtes Ergebnis wäre. Auch in der 54. Minute stand es noch mit 29:29 ausgeglichen und die Führungen wechselten, wobei die Hamburger mittlerweile die kurze Deckung gegen Hinrichs aufgegeben hatten, aber dennoch mit einem Spieler vorgezogen agierten.

Unterstützt von einem wie erhofft lautstarken Publikum verschafften sich die Blau-Gelben dann durch Treffer von Hendrik Meyn, Stephan Hinrichs und Torben Voss mit dem 33:31 (57.) ein wenig Luft, doch eine Vorentscheidung war in dieser engen Partie damit noch nicht gefallen.

Vierzig Sekunden vor dem Abpfiff glichen die Gäste mit einem Gegenstoß zum 33:33 aus und was dann noch passierte, zeigte wie lang wenige Sekunden sein können: Herzhorn war in Ballbesitz, bekam jedoch Schrittfehler angezeigt und so hatte der HSV die Riesenchance, mit einem weiteren Gegenstoß den Siegtreffer zu erzielen. Hendrik Meyn stellte sich jedoch in den Weg und stoppte den Ballführenden. Daraus entwickelte sich eine tumultartige Szene, in deren Folge Hendrik Meyn "Rot" sah und der Hamburger Spieler sowie sein Trainer mit einer Zeitstrafe belegt wurden. Den folgenden Freiwurf blockte die Abwehr und so blieb es beim gerechten Remis.

MTV Herzhorn: Jens Stüdemann, Jens Sierck, Sven Hesse 2, Ludger Lüders, Hendrik Meyn 10 (3), Torben Voss 3, Niklas Ranft, Stephan Hinrichs 6, Lasse Pingel 2, Theo Boltzen 1, Kim Kardel 1 (1), Marvin Trampenau 2, Björn Dieckmann 5, Malte Hinrichs 1

HSV Hamburg II: Florian Meier, Christoph Trinks, Ole Stabick, Robin Morgner 3, Vito Clemens 3, Lucas Lorenzen, Johann Starck 3, Benjamin Bethge, Luca Marx 4 (2), Robert Schulze 8, Martin Stumps 7, Tobias Knösel 3, Nils Abel 2, Marko Kaninck SR: Heitland/Franz aus dem Hamburger Verband mit einer souveränen Leistung.

Bericht aus der Norddeutschen Rundschau vom 19.09.2011 (Online-Version)



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