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WJA, Spielbericht: Geil Alstertal gerockt...

23.11.2014

Einen nie erhofften Sieg brachte die weibliche A-Jugend aus dem sprichwörtlichen "Stahlwerk" in Hamburg zurück. Mit einem Treffer in der vorletzten Sekunde verpasste der MTV dem Bundesligisten aus Alstertal/Norderstedt eine bittere Niederlage.

Alles andere als ein sonntägliches Kaffeekränzchen war das Spiel gegen den Bundesligisten JSG Alstertal/Norderstedt. Die Mannschaft von Trainer Michael Prott qualifizierte sich für die Jugendbundesliga, musste sich aber nach hartem Kampf in der Gruppenphase als Dritter in der vergangenen Woche aus der Bundesliga verabschieden.

Für die Herzhornerinnen war dieses Spiel der Beginn von drei Gegnern, die parallel in der Bundesliga unterwegs sind bzw. waren. Insofern waren auch in diesem Spiel die Rollen relativ klar verteilt. Im Schulzentrum Süd konnten die Herzhornerinnen im letzten Jahr keinen Blumentopf gewinnen, hatten aber zuvor im Hinspiel schon für eine faustdicke Überraschung gesorgt, als sie in Glückstadt mit einem Tor Unterschied siegten.

Alstertal legte denn auch gleich richtig los.Mit 2:0 bzw. 4:2 wusste die JSG ihren Heimvorteil und ihre bessere Athletik gleich in den ersten 8 Minuten positiv einzusetzen.Zwar verstanden die MTVerinnen eine gegen Maleen Kadenbach verhängte 2-Minuten- Strafe zum 4:4 zu nutzen, doch damit schien ihr Feuer zunächst verschossen zu sein. Der Abwehrverband stand auch dieses Mal wie in der Vorwoche schon sehr gut, Lea Tiedemann zeichnete sich mehrmals schon in der Anfangsphase aus, doch nach vorn lief nur bedingt etwas. Grundlegend hing es im wahrsten Sinne des Wortes daran, dass das Hamburger "Kletten" in ihrem  Deckungsgebaren in den ersten 30 Minuten nicht ein Mal abgepfiffen worden ist. Hier scheint es eine Regeländerung gegeben zu haben, die den Herzhornerinnen wohl verborgen blieb. Lautstarkes HInweisen auf ein völlig inakzeptables körperliches Einsteigen wurde denn auch postwendend mit Gelb und einer Zwei-Minutenstrafe gegen die Bank beantwortet.

Die Mannschaft schaffte es aber, diesen Nachteil zu verarbeiten. Mit zunehmender Spielzeit fand der Angriff unter Leitung von Verena Wagner mehr und mehr Lösungen gegen diese From des Deckungsverhaltens. Über viel Laufarbeit schaffte man Freiräume, die Lisa- Marie Thun über Rechtsaußen ebenso wie Aylin im rechten Rückraum sowei Joele Riedeberger am Kreis für sich nutzten. Nach 24 Minuten war so der Ausgleich zum 8:8 geschafft.

Auch Imke Becker und Lisa Schaper fügten sich mit ihren Einsätzen in die gute Mannschaftsleistung ein.

Die Sletzten sechs Minuten Deckungsarbeit, die ihres Gleichen suchten, provozierten mehrere technische Fehler beim JSG-Angriff. Die Hamburgerinnen liefen in dieser Phase völlig von der Rolle und der MTV machte den Sack zu. Mit 9:12 musste die JSG die Kabinen aufsuchen.

Den Pausentee nutzten alle, um sich neu zu sortieren. So auch die beiden Unparteiischen, die vom Beobachter wohl zumindest auf die körperlich nicht korrekte Deckungsweise angesprochen wurden.

Nach der Pause brachte der MTV, sich auf die geänderte Pfeifweise einzustellen. So kassierte Joele Riedeberger gleich zu Beginn eine 2 Minutenstrafe. Die JSG kam mit viel Dymnamik speziell angetrieben von Maleen Kadenbach zum 13:13 Ausgleich. Bis zur 52. Minute blieben beide Mannschaften immer gleich auf, die JSG legte vor, der MTV egalisierte. Speziell Carina Lipp hielt dabei die blaugelbe Fahne mit mehreren Treffern hoch.

Das nahm Trainer Prott zum Anlass hier eine kurze Deckung zu initiieren.Dieser Schuß ging aber nach hinten los.Statt den Rythmus im Herzhorner Angriff zu stören wurde nun das Angriffsbemühen erst richtig angestachelt. Die Räume waren größer, die Spielerinnen der Spielgemeinschaft verschoben nicht hinreichend gut und die Lücken nutzten sowohl Verena Wagner als auch Aylin Gehrts. Die Hamburgerinnen sahen sich plötzlich mit 19:21 hinten.

Doch die Schlußminuten waren an Dramatik nicht zu übertreffen. Zunächst fand die JSG eine starke Phase und machte mit zwei Toren den Ausgleich. Aber auch die Herzhornerinnen ließen sich nicht lumpen setzten erneut zwei Treffer drauf zum 12:23 in der 58. Minute. Nach dem Anschluss von Annika Pohlert vom Kreis zum 22:23 holte Trainer Kardel 45 Sekunden vor Ende die Grüne Karte heraus. In der Auszeit war die klare Anweisung, zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen ausgewiesen worden. Damit ging es denn auch weiter. Da die beiden Unparteiischen wieder zu "alter Form" zurückgefunden hatten, glich das Spiel in den letzten beiden Minuten einer Catchveranstaltung.Verena Wagner erkämpft sich den Ball, passt liegend an Joele Riedeberger, die dann wirft. Aber dieser Wurf wird von Torfrau Fidelia Thies pariert. Die JSG startet 20 Sekunden vor Spielende ihrerseits eine Torversuch. Zum Jubel der Heimischen gelingt dies auch und der Ball findet 10 Sekunden vor Ende den Weg ins Tor zum 23:23. Mit Mittelanstoß kommt der Ball von Verena Wagner zu Carina Lipp, die einen letzten Wurfversuch unternimmt. Eine Alstertalerin, greift ihr in den Wurf, der Wurf verliert dadurch deutlich an Wurfgewalt, womit die Torfrau nicht rechnete, so dass der Ball durch ihre Beine rutschte und mit der Schlußsekunde im Tor landete. Ein absolut glücklicher Sieg, der allerdings sicher verdient ist.

Eine geschlossene Mannschaftsleistung mit viel Einsatz und eine Unterstützung durch die beiden B-Jugendlichen Imke Becker auf Rechtsaußen und Lisa Schaper im Tor waren letztlich die Erfolgsgaranten für dieses nicht erwarteten Sieg.



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Mehr Infos zum Spiel gegen JSG Alstertal/Norderstedt

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